Philipp-Klee-Preis

Die Medizinisch-Naturwissenschaftliche Gesellschaft Wuppertal e.V.

verleiht auch in diesem Jahr den

Philipp-Klee-Preis

Mit diesem Preis werden Erst- oder Senior-Autorenschaften von medizinischen Originalarbeiten der letzten 2 Jahre (Stichtag: ab 1.1.2022) ausgezeichnet, die in einer Zeitschrift mit Peer-Review-Verfahren veröffentlicht wurden.

Der Preis ist mit 2.500,- € dotiert.

Zur Bewerbung sind Ärzte/ Ärztinnen und WissenschaftlerInnen im Alter unter 45 Jahren aus Kliniken, Universitäten, forschenden Firmen und Instituten mit Sitz in Wuppertal herzlich eingeladen.

Eine Jury, vom Vorstand der Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Wuppertal e. V. berufen u. a. aus Repräsentanten der Wuppertaler Kliniken und der Bayer AG, befindet über die Zuerkennung dieser Auszeichnung.

Die Bewerbung ist bis zum 31. März 2024 einzureichen unter:

philipp-klee-preis@mng-wuppertal.de

Der Bewerbung sind beizufügen:

– Publikation
– Bewerbungsbogen (online Formular)
– Inhaltsangabe in deutscher Sprache (ca. 1 Seite, falls Originalpublikation nicht auf Deutsch)
– Lebenslauf mit Anschrift

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Romy Böttger
0151 / 20211360
info@mng-wuppertal.de
Aprather Weg 18a
42113 Wuppertal

Prof. Dr. med. Philipp Klee

 

leitete als Chefarzt die innere Abteilung der städtischen Ferdinand-Sauerbruch­ Krankenanstalten in Wuppertal-Elberfeld von 1927 bis 1954.

Als Internist und klinischer Forscher war er einer der hervorragenden Kliniker seiner Zeit und weit über die Grenzen Wuppertals hinaus hoch geachtet. Philipp Klee war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (1952) und wurde zum wissenschaftlichen Berater der Weltgesundheitsorganisation für Antibiotika ernannt.

Sein Lebensweg war gekennzeichnet durch wissenschaftliches Engagement und Ehrgeiz und einer außerordentlichen Fürsorge gegenüber den Patienten. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Philipps-Universität in Marburg widmete er sich zunächst in der Pharmakologie der Universität Utrecht dem vegetativen Nerven­ system. Er habilitierte 1919 in München, wurde 1922 zum außerordentlichen Professor ernannt und 1927 nach Elberfeld berufen. Durch die enge Kooperation mit Gerhard Domagk, dem für die Entdeckung von Prontosil 1939 der Nobelpreis zuerkannt wurde, widmete er sich hier insbesondere der klinischen Forschung. Er war einer der Ersten, die die Wirksamkeit von Sulfonamiden beim Menschen nachweisen konnten. Zusammen mit seinem Assistenten Herbert Römer begann er 1933, Patienten mit lebensbedrohlichen Streptokokken-Infektionen mit Prontosil, einem der ersten Antibiotika, zu behandeln. Er legte damit die klinische Basis für den Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit beim Menschen.

Philipp Klee verband vorbildlich naturwissenschaftliche Vorgehensweisen, klinisches Verständnis und menschliche Zuwendung.

Mit der Namensgebung für den Preis der
Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Wuppertal e.V. ehren wir den Arzt und Wissenschaftler Philipp Klee.